Schablonengeführte Endodontie mit coDiagnostiX®

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Dental Wings erweitert Funktionalität der dentalen Planungssoftware coDiagnostiX

Dental Wings erweitert die Funktionalität seiner dentalen Planungssoftware coDiagnostiX. Neue Schablonentypen werden Nutzern zukünftig auch Anwendungsbereiche außerhalb der
traditionellen Implantatplanung erschließen. Eine dieser Anwendungen stellen Endodontieschablonen dar, die beispielsweise bei der Wurzelkanalbehandlung von obliterierten Zähnen zum Einsatz kommen können.

Mit herkömmlichen Verfahren gestaltet sich das Lokalisieren und Öffnen kalzifizierter Wurzelkanäle oft schwierig, ist zeitaufwändig und mit erhöhten Risiken verbunden. Durch spezielle Schablonen geführte Eingriffe bilden hier eine Möglichkeit, die zuvor am Computer ermittelte Lage des Wurzelkanals nachfolgend präzise auf den Patienten zu übertragen.

Verwendung bewährter Techniken und Abläufe

Die verwendeten Techniken und Abläufe lehnen sich dabei an bewährte Techniken und Abläufe der computergestützten Implantatplanung und geführten Implantologie an. Mit 20 Jahren klinischer Anwendung von coDiagnostiX kann Dental Wings hier auf umfangreiche Erfahrungen und tiefgründiges Wissen zurückgreifen. So fließen die neuen Designoptionen nahtlos in den vorhandenen Schablonenassistenten ein. Damit profitiert der Nutzer nicht nur vom präzisen Schablonendesign in coDiagnostiX, sondern kann gleichzeitig mit dem etablierten Designworkflow und dadurch mit vertrauten Abläufen und
Bedienkonzepten arbeiten.

Dental Wings Laser Mill
Forschungsprojekte an den Universitäten Basel und Würzburg

Die derzeit in Entwicklung befindliche Funktionalität ist bereits in mehrere Forschungsprojekte und Studien eingeflossen. Mit coDiagnostiX designte Endodontieschablonen waren Teil einer Genauigkeitsstudie2 und einer Fallstudie1 an der Universität Basel und der Universität Würzburg. In der Einzelfallstudie1 wurde gezeigt, dass „“(Micro)guided Endodontics“ ein sicheres Verfahren darstellt, um Zähne mit ausgeprägten Obliterationen unter maximaler Schonung der Zahnhartsubstanz zu behandeln“.

Wie die Genauigkeitsstudie2 belegte, ermöglicht Microguided Endodontics eine präzise und zeitsparende Präparation von apikal verlängerten Zugangsöffnungen.Die mittleren absoluten Abweichungen zwischen geplantem und präpariertem Zugang in der Studie lagen dabei an der Basis des Bohrers bei 0,12 mm (mesial-distal), 0,13 mm (bukkal-oral) und 0,12 mm

(apikal-koronal) und an der Bohrerspitze bei 0,14 mm (mesial-distal), 0,34 mm (bukkal-oral) und 0,12 mm (apikal-koronal)2 .

Ausblick

Die Markteinführung der neuen Funktionalität von coDiagnostiX ist für Deutschland noch in diesem Jahr geplant.


Quellen:
1 Gabriel Krastl, Ralf Krug, Marc Zehnder, Roland Weiger, Sebastian Kühl, Thomas Connert. „Guided Endodontics“: Einführung eines neuen Therapieverfahrens für obliterierte Zähne mit apikaler Parodontitis. Endodontie 2016;25(2):207-211

2 Thomas Connert, Dr med dent, Marc S. Zehnder, Dr med dent, Roland Weiger, Prof Dr. med dent, Sebastian Kühl, PD Dr med dent, and Gabriel Krastl, Prof Dr med dent. Microguided Endodontics: Accuracy of a Miniaturized Technique for Apically Extended Access Cavity Preparation in Anterior Teeth. Journal of Endodontics – 2017;43(5):787-790 Diese Genauigkeitsstudie umfasste 60 Frontzähne in 10 Unterkiefermodellen.